Elferrat

Geschäftsführender Vorstand:

 

1. Vorsitzender: Daniel Grewe

2. Vorsitzender: Helmut Gottsauner

 

Geschäftsführer: Alfred Höhler

Schatzmeister: Michael Hornoff

 

Beisitzer: Christa Behr

Beisitzer: Nina Olbrück

Beisitzer: Marcus Müller

 

Elferräte:

Julia Becker, Dirk Beerendonk, Jessica Gottsauner, Tobias Hauler, Udo Krahe, Manfred Limbach, Anezka Müller, Sven Müller, Giovanni Savarino, Bernd Schollmeyer, Frederik Schröter, Michael Staffel, Wolfgang Westphal

 

 

 

 

Wir Ziepches Jecke....

 

Wir Ziepches Jecke zählen im Siebengebirge noch zu den jungen Karnevalsgesellschaften. Das heißt aber nicht, dass nicht früher schon in Rhöndorf ebenso fröhlich Karneval gefeiert wurde, wie in Honnef und Königswinter! 

Erstmalig im Jahre 1926 war es Generaldirektor Friedrich Borgelt, der in Rhöndorf die Honnefer-Rhöndorfer KG gründete. Desweiteren hob er auch 1926 ein Matrosencorps aus der Taufe. Als im Jahre 1929 Friedrich Borgelt seinen Wohnsitz wechselte, löste sich die von ihm gegründete Honnefer-Rhöndorfer Karnevalsgesellschaft wieder auf.

Im Jahre 1952 kamen die damaligen Herren des Kegelclubs "Drachentöter" auf den Gedanken, in Rhöndorf eine Karnevalsgesellschaft erstehen zu lassen. Es waren die Herren: Josef Abels, Jochen Funke, Karl Gierlich, Paul Hostert, Otto Hofbauer, Clemens Redeligx, Gottfried Römlinghoven, Karl Siebertz, Alfred Stockhausen und Heinz Thiesen. Man war sich darin einig, nach einer Zeit von 23 Jahren weder den Namen noch die Jahreszahl 1926 aus der Mottenkiste zu holen. Es sollte 1952 neu begonnen werden. Das Hotel "Funke am Ziepchen" war das Gründungshaus und das Hotel "Fäßchen" wurde Vereinslokal der Karnevalsgesellschaft Ziepches Jecke.

Es wurde fleißig geplant und gearbeitet .Im Jahre 1953 erlebte das Hotel "Funke am Ziepchen" die erste Sitzung. Im kleinen Rat saßen: Peter Gillrath ( Präsident ), Josef Abels, Karl Gierlich, Otto Hofbauer, Clemens Redeligx, Bert. Stockhausen und Jochen Funke.

Im Jahre 1954 schon erfuhr die Gesellschaft einen Auftrieb den niemand erwartet hätte. Zum ersten Mal wurden die Gesellschaftsfarben herausgestellt. Mit geliehenen Ratsherrenmäntel – roter Samt mit Hermelinbesatz – erregte der Elferrat großes Aufsehen. In aller Munde hieß es: Die Rhöndorfer Weihnachtsmänner! In dieser Session fanden zwei Sitzungen, im Hotel "Funke am Ziepchen"  und im Parkhotel "Drachenfels" statt.

Die ersten Gastgesellschaften kamen zu Besuch.  Es wurde ein Ehrenbuch der Gesellschaft angelegt, in das sich als Erster Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer mit den Worten "Jeck los Jeck elans" und seiner Unterschrift eintrug.

Erstes Mariechen der Gesellschaft wurde 1955 Liselotte Loos und  Hans Reinarz wurde zum ersten Senator gekürt. Den ersten Sessionsorden entwarf im Jahre 1956 Fritz Bastin, der dann auch die Gestaltung in der Nachfolgezeit übernahm.  Die Gesellschaft trat dem Festausschuss Siebengebirge und dem Bund Deutscher Karneval bei. 

1957 entstand nach 25 jähriger Pause wieder das Matrosencorps unter dem Kommandanten Josef Jacke. Sämtliche Uniformen für das Matrosencorps wurden von Ehrenmitglied Dr. Eberhard Ley gestiftet.

Senator Wilhelm Staffel  wurde 1960 Siebengebirgsprinz. Am Neujahrstag gab die Gesellschaft seiner Tollität Prinz Wilhelm I. im Parkhotel "Drachenfels" einen tollen Empfang.

Am 12. Januar 1960 fuhr die Gesellschaft mit Prinz Wilhelm I. ins Frankenland nach Kitzingen am Main und im Sommer erlebte Rhöndorf dann den Gegenbesuch der Freunde aus Kitzingen. In einer Senatssitzung wählte man 1961 Wilhelm Jäger zum ersten Senatspräs- 1962 feierte die Gesellschaft ihr 10jähriges Bestehen.

Geschäftsführer Günter Laufenberg wurde in diesem Jahr Prinz vom Siebengebirge. Da in diesem Jahr der Siebengebirgszug wegen der Flutkatastrophe in Hamburg ausfiel, blieb Prinz Günter I. auch 1963 der närrische Herrscher des Siebengebirges. 

1964 trat Präsident Peter Gillrath in den Ruhestand und wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.  Sein Nachfolger wurde Elferratsmitglied Fritz Lutz.

Neue Freundschaften wurden geschlossen mit Dettelbach, Rimpar und Mönchengladbach. Mit Rimpar besteht heute noch eine feste Freundschaft. Nicht zu vergessen sei die Karnevalsgesellschaft aus Denver in Colorado in den USA.

Zu den schönsten Erlebnissen in der Karnevalszeit zählten immer die unvergesslichen Stunden im Hause des "Alten Herrn"   Konrad Adenauer.

Präsident Fritz Lutz wurde 1968 Prinz vom Siebengebirge. Die Veranstaltungen, vor allem die Sitzungen im Hotel "Rhöndorfer Hof" erfreuten sich von Jahr zu Jahr steigender Beliebtheit. Die Kappensitzungen im Haus "Rheinfrieden" , erstmalig durchgeführt 1957,  wurden zum festen Bestandteil des Rhöndorfer Karnevals und der Ziepches Jecke.

1968 wurde das Winzercorps gegründet und 1969 fand bereits das erste Weinfest in Rhöndorf statt.

1971 wurde das Hotel "Rhöndorfer Hof" verkauft und geschlossen. Die große Sorge der Ziepches Jecke, wo die nächste Karnevalssitzung stattfindet, war schnell gelöst. 1972 startete man im Honnefer Kursaal eine erste Sitzung. die – so wie in den Presseberichten nachzulesen ist - einen unerwarteten Erfolg brachte. Bis 2005 hatten diese Sitzungen an Beliebtheit nichts verloren. 

Im November 1974 begleitet der Elferrat das Winzercorps auf der Fahrt nach Berlin zur dortigen Karnevalsgesellschaft. Mit der "Ruck-Zucki-Melodie" eroberten die Musikanten des Winzercorps die Herzen der Berliner. Als Nachfolger von Präsident Fritz Lutz übernahm Karl Kaffine im Mai 1977 dieses Amt. 1978 konnte Helmut Ritter aus Bergisch-Gladbach zum Sitzungspräsidenten gewonnen werden. Er leitete die Sitzungen im Kursaal mit großem Geschick und viel Humor. Nach einer 27jährigen Tätigkeit als 1. Vorsitzender legte Hans Haas im Mai 1980 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. Zum Nachfolger wurde Michael Großjohann gewählt.

Zum ersten Mai wurde 1981 im Altenheim "Haus Abendfrieden" in Bad Honnef eine Seniorensitzung abgehalten. Mit großem Erfolg. Bis heute in diese Sitzung, im mittlerweile umbenannten Haus  "Eg. Seniorenstift DIACOR" ein fester Bestandteil im Terminkalender.

 

Im Oktober 1986 gab es große Schlagzeilen in der Presse: „ Adenauers Karnevalsverein zieht vor Gericht „ – „ Elferrat macht Bundesbahn Dampf „. Was war passiert?  Bei einem Ausflug nach Ostende musste der Elferrat dreimal das Hotel wechseln weil die Organisation der Bundesbahn versagt hatte.

Anlässlich des 111. Geburtstages von Dr. Konrad Adenauer wurde ein besonderer Orden geschaffen, der schon mehrmals neu aufgelegt werden musste.

Im Mai 1988 gründete die Gesellschaft eine Tanzgarde. 14 Mädchen und 3 Jungen wurden unter der Leitung von Manuela Müller trainiert. Im gleichen Jahr gründeten die Senatoren den Musikverein "Senatsbläser".  Peter Breutigam übernahm 1989 das Amt des 1. Vorsitzenden. Bei einem Besuch im Frankenland konnte die Gesellschaft freundschaftliche Kontakte zu der Tanz- und  Blaskapelle "Donaumusikanten" knüpfen. Die durch Funk und Fernsehn bekannte Kapelle spielte des öfteren  - heute unter dem Namen "d’ Wobbls" schon bei den Weinfesten auf. Durch den Golfkrieg im Jahre 1991 wurden alle Sitzungen und Umzüge abgesagt.  Im Jahre 1994 legte Dr. Hans Claussen sein Amt nach 13jähriger  Tätigkeit als Senatspräsident nieder. Zum Nachfolger wurde Karl-Josef Jakobs gewählt. Dr. Hans Claussen wurde Ehrenpräsident.

Inzwischen fand bei den Mitgliedern des Elferrates ein Generationswechsel statt. Viele neue und junge Interessenten wurden aufgenommen. Anlässlich des 3x11jährigen Jubiläums der RI-KA-Ge Rimpar besuchte im Januar 1995 eine große Abordnung die Freunde im Frankenland. Das Jubiläum 4x11 Jahre Ziepches Jecke feierte man mit einem Festkommers in der Villa Merkens. Bei den Vorstandswahlen 1998 kam die Jugend ans Ruder. Neue Vorsitzender und Präsident wurde Manfred Limbach. Zum 2. Vorsitzenden und Geschäftsführer wählte man Alfred Höhler.  Die langjährigen Vorstandsmitglieder Karl Kaffine und Peter Breutigam wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Da der langjährige Sitzungsleiter Helmut Ritter aus gesundheitlichen Gründen sein Amt aufgeben musste (er leitete 20 Jahre die Sitzungen), musste ein Nachfolger gefunden werden.

Hier machten die Mitglieder einen Glücksgriff, indem sie ihr inaktives Mitglied Udo Krahe zum neuen Sitzungspräsidenten ernannten und gleichzeitig in den Elferrat aufnahmen. Einen Besuch im Frankenland bei der RI-KA-GE unternahm man mit der Tanzgarde und dem Damenkomitee im Januar 1999. Auf der Rückfahrt wurde der das Vorhaben "Familientag" ins Leben gerufen. Bis heute sind einige schöne Tage durchgeführt worden.

Auf der JHV 2000 ernannte man den langjährigen Schatzmeister Günter Laufenberg zum Ehrenmitglied. Im Jahre 2002 konnte die Gesellschaft auf ihr 50jähriges Bestehen zurück blicken. Mit einem Festkommers feierte man  mit vielen befreundeten Karnevalsvereinen und Gästen dieses Jubiläum. Der Jubiläumsorden wurde gesponsert vom Gastronomen Ehepaar Brethauer und der unvergesslichen Gastronomin Uschi Friemann. Senator Dr. Hans Hoitz wurde Ehrenmitglied.

In den nachfolgenden Jahren wurde emsig an der Fortführung der Karnevalstradition gearbeitet. Der Elferrat bekam neue Mitglieder. Nur die klassischen Karnevalssitzungen im Kurhaus bereiteten arge Bauchschmerzen. Waren doch die Besucherzahlen immer weniger geworden – trotz der hervorragenden Sitzungsprogramme. Der Elferrat gab sich einen Ruck. So konnte es nicht mehr weiter gehen. Etwas Neues musste her. Man setzte sich zusammen und erarbeitete ein neues Konzept. Weg vom klassischen Sitzungskarneval, hin zu einer Karnevalsparty für Jung und Alt. „Ramba Zamba – Bütt & Danz„  war für die Session 2006 erstmalig angesagt. Und siehe da, die Veranstaltung schlug ein wie eine Bombe. Eine tolle Karnevalsparty mit Tanz und karnevalistischem Programm lief im vollbesetzten Kursaal ab. Der Elferrat war froh hier einen neuen und richtigen Weg gefunden zu haben.2006 wurde wieder eine Busfahrt zu den Freunden in Rimpar bei Würzburg durchgeführt. Für alle Teilnehmer eine unvergessliches Erlebnis. Auch die Tanzgarde konnte sich nach einem Jahr Pause wieder in der bewährten Qualität präsentieren. 

Zum Jubiläum 5x11 Jahre wurden neue Uniformen bestellt.5x11 Jahre Ziepches Jecke sind vergangen. Das Ziel und die Aufgabe, den Mitmenschen durch karnevalistische Aktivitäten etwas Freude und Frohsinn zu bereiten, stand immer an erster Stelle. Die heutigen Mitglieder wollen auf dieser Schiene und mit einem etwas moderneren Karnevalshöhepunkt die Geschicke der Gesellschaft weiter ausführen und danken denjenigen, die sie in diesem Vorhaben unterstützt haben.